Abwasserabgabe: Kommunen entlasten und Fachwissen bündeln

Unser heimischer Landtagsabgeordneter Dr. Frank Schmädeke hat in seiner Rede im Niedersächsischen Landtag am 7. Oktober die Position der CDU-Fraktion zur Neuordnung der Abwasserabgabe erläutert. Die CDU unterstützt die Bündelung der Berechnung und Festsetzung beim Land. Entscheidend ist für Schmädeke, dass die Umstellung die kommunalen Verwaltungen im Alltag tatsächlich entlastet.

Neue Zuständigkeit ab 2027

Mit der Änderung des Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zum Abwasserabgabengesetz soll die Berechnung und Festsetzung der Abwasserabgabe ab dem 1. Januar 2027 landesweit beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gebündelt werden. Bislang übernehmen diese Aufgabe die unteren Wasserbehörden auf kommunaler Ebene.

Das Abwasserabgabenrecht erfordert besonderes Fachwissen. Dieses muss bisher in allen zuständigen Behörden vorgehalten werden – auch dort, wo nur wenige entsprechende Fälle im Jahr bearbeitet werden. Ein spezialisiertes Team beim NLWKN soll künftig einen einheitlicheren und rechtssichereren Vollzug ermöglichen.

Dass Verbesserungsbedarf besteht, zeigen auch die von der Landesregierung angeführten Geschäftsprüfungen: Fehler bei der Festsetzung führten im Durchschnitt zu Nacherhebungen von rund 122.000 Euro jährlich.

Schmädeke begrüßte den Ansatz, das notwendige Spezialwissen zu bündeln. Für die CDU ist die Verlagerung einer Zuständigkeit allerdings noch kein Beleg für erfolgreichen Bürokratieabbau. Maßgeblich ist, ob Doppelarbeit vermieden wird und die Beschäftigten in den kommunalen Verwaltungen spürbar entlastet werden.

Die kommunalen Wasserbehörden bleiben beteiligt

Auch nach der Umstellung behalten die unteren Wasserbehörden wichtige Aufgaben. Sie bleiben für die wasserrechtliche Zulassung und die Überwachung der Abwassereinleitungen zuständig. Sie kennen die Anlagen vor Ort und erheben beziehungsweise pflegen die Daten, die der NLWKN für die Festsetzung der Abgabe benötigt.

Damit hängt der Erfolg der Neuordnung wesentlich von der Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen ab. Funktionierende digitale Schnittstellen und klare Abläufe müssen verhindern, dass zusätzliche Abstimmungen und doppelte Arbeit entstehen.

Frank Schmädeke betonte deshalb: „Ob aus der Verlagerung einer Zuständigkeit tatsächlich eine Entlastung wird, entscheidet sich nicht auf dem Papier, sondern im täglichen Zusammenspiel zwischen NLWKN und unteren Wasserbehörden.“

Finanzielle Auswirkungen im Blick behalten

Mit der Aufgabenverlagerung entfällt auch die bisherige Erstattung an die unteren Wasserbehörden. Diese beträgt bislang 480 Euro je Schmutzwassereinleitung und Veranlagungszeitraum. Für das Veranlagungsjahr 2022 belief sich die Erstattung landesweit auf gut 317.000 Euro.

Der Wegfall ist aus Sicht der CDU grundsätzlich nachvollziehbar, soweit die entsprechende Arbeit künftig vom Land übernommen wird. Sollte bei den Kommunen jedoch weiterhin erheblicher Aufwand für Datenpflege, Datenübermittlung und Abstimmung entstehen, müssen die finanziellen Auswirkungen erneut betrachtet werden.

Die CDU erwartet daher, dass die Folgen der Umstellung sorgfältig überprüft werden: Sinkt die Fehlerzahl? Funktioniert der digitale Datenaustausch? Und kommt die angekündigte Entlastung tatsächlich in den kommunalen Behörden an?

Vereinfachte Verfahren für Erschließungswege von Windenergieanlagen

Im Zuge der Ausschussberatung wurde der Gesetzentwurf außerdem um eine Änderung des Niedersächsischen Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung ergänzt. Diese betrifft bestimmte Verkehrswege, die zur Errichtung und Erschließung von Windenergieanlagen innerhalb ausgewiesener Beschleunigungsgebiete benötigt werden.

Die Regelungen für die Anlagen und die dazugehörigen Verkehrswege werden damit angeglichen. Wenn für Windenergieanlagen in diesen Gebieten vereinfachte und beschleunigte Verfahren gelten, sollen auch die unmittelbar erforderlichen Erschließungswege entsprechend behandelt werden. Die CDU-Fraktion trägt diese Ergänzung mit.

Zustimmung und aufmerksame Begleitung

Unser heimischer MdL erklärte in seiner Rede die Zustimmung der CDU-Fraktion zum gesamten Gesetzentwurf. Die Bündelung des Fachwissens bietet die Chance, die kommunalen Behörden zu entlasten und die Abwasserabgabe einheitlicher und rechtssicherer festzusetzen.

Zugleich kündigte Schmädeke an, die Umsetzung und ihre Auswirkungen auf die Landkreise und Kommunen genau zu verfolgen. Für ihn bleibt der praktische Nutzen der Maßstab: Verwaltung muss durch die Neuordnung tatsächlich einfacher werden.


Nach leichten technischen Problemen im Landtag steht die Aufzeichnung seiner Rede inzwischen zur Verfügung:

CDU bleibt stärkste Kraft im Nienburger Kreistag

14 Frauen und Männer vertreten die CDU künftig im Kreistag des Landkreises Nienburg

Die CDU bleibt nach der Kommunalwahl am 13. September 2026 stärkste Kraft im Nienburger Kreistag. Mit 14 Mandaten stellt sie auch in der kommenden Wahlperiode die größte Fraktion. Zehn erfahrene Kreistagsmitglieder werden ihre Arbeit fortsetzen, vier neue Gesichter verstärken das Team.

Für die CDU wurden in den neuen Kreistag gewählt:

Wahlbereich I – Nienburg und Steimbke

  • Tim Hauschildt
  • Maik Beermann
  • Barbara Weißenborn

Wahlbereich II – Hoya, Heemsen und Weser-Aue

  • Dr. Frank Schmädeke
  • Dennis Seebode
  • Marten Stühring
  • Hans-Jürgen Bein
  • Elisabeth Kurowski

Wahlbereich III – Mittelweser, Rehburg-Loccum, Steyerberg und Uchte

  • Karsten Heineking
  • Heinrich Kruse
  • Gert Riekemann
  • Guido Rode
  • Thorsten Koop
  • Lothar Kopp

Neu in den Kreistag gewählt wurden Dennis Seebode, Marten Stühring, Gert Riekemann und Thorsten Koop. Gemeinsam mit den zehn wiedergewählten Kreistagsmitgliedern bilden sie die neue CDU-Fraktion.

„Wir freuen uns sehr, dass die CDU erneut als stärkste Kraft aus der Kreistagswahl hervorgegangen ist. Dieses Ergebnis ist für uns Bestätigung und Auftrag zugleich“, sagt CDU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Dr. Frank Schmädeke. „Wir haben in allen Teilen unseres Landkreises engagierte Persönlichkeiten, die ihre Erfahrungen aus ihren Städten, Gemeinden und Samtgemeinden mitbringen. Diese kommunale Verankerung ist eine große Stärke unserer CDU.“

In den kommenden fünf Jahren will die neue Fraktion die Entwicklung des Landkreises mit einem klaren Blick auf die kommunalen Herausforderungen gestalten. Dazu gehören solide Kreisfinanzen, verlässliche Schulen und Infrastruktur, starke Feuerwehren und Rettungsdienste, eine gute medizinische Versorgung, leistungsfähige Kreisstraßen sowie gute Rahmenbedingungen für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ehrenamt.

Schmädecke dankt zugleich allen Kandidatinnen und Kandidaten, die für die CDU angetreten sind: „Kommunalpolitik lebt davon, dass Menschen bereit sind, Zeit zu investieren, Verantwortung zu übernehmen und sich für ihre Heimat einzusetzen. Unser gutes Ergebnis ist deshalb auch das Ergebnis eines starken Teams und eines engagierten Wahlkampfes in unserem gesamten Landkreis.“

Nach der Wahl richtet sich der Blick nun nach vorn. Die neue CDU-Kreistagsfraktion wird sich konstituieren und die inhaltliche sowie personelle Arbeit für die neue Wahlperiode vorbereiten.

Zunächst steht für die CDU im Landkreis allerdings noch eine wichtige Entscheidung bevor: Am 27. September geht Dennis Seebode in die Stichwahl um das Amt des Landrates. Bis dahin heißt es noch einmal, gemeinsam alle Kräfte zu bündeln.

September-Plenum: Was in Hannover entschieden wird, betrifft uns auch vor Ort

Hier vor Ort geht der Kommunalwahlkampf in die Endphase – aber auch das Land will regiert werden. 😉 In dieser Woche hat der Niedersächsische Landtag getagt, diskutiert und Weichen gestellt, die uns auch in den Städten, Gemeinden und im Landkreis ganz unmittelbar betreffen.

Der Doppelhaushalt 2027/2028, die schwierige Finanzlage der Kommunen, innere Sicherheit, Hochwasser- und Klimaschutz, ÖPNV und Bildung gehörten zu den zentralen Themen der Plenartage.

Unser Landtagsabgeordneter Dr. Frank Schmädeke hat die wichtigsten Debatten und Positionen aus Hannover zusammengefasst – und berichtet auch von einem bemerkenswert passenden Moment, als ausgerechnet während der Beratung über hybride Angriffe und den Schutz kritischer Infrastruktur der bundesweite Warnton erklang.

Zwischendurch gab es natürlich auch Gäste aus dem Wahlkreis: Die Schulleitung der Grundschule Heemsen war im Landtag, um einen Termin mit Kultusministerin Julia Willie Hamburg wahrzunehmen. Mit Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte wurde über die Förderung kleiner und mittelständischer Schlachthöfe diskutiert. Und auch Heemsens Bürgermeister Matthias Hogrefe nutzte einen Besuch im Landtag, um bei Frank loszuwerden, was ihm gerade auf dem Herzen liegt. So gehört es sich schließlich auch: Die Themen aus dem Wahlkreis müssen in Hannover ankommen.

Frank hat die wichtigsten Debatten, Positionen und Eindrücke aus dem September-Plenum auf seiner Internetseite zusammengefasst.Hier geht es zu Franks ausführlichem Bericht aus dem September-Plenum:

Aus dem September-Plenum

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Kommunale Realität muss in Berlin ankommen

Christina Stumpp, stellvertretende Generalsekretärin der CDU Deutschlands und Leiterin des Kommunalbüros, hat bei einem Besuch in Martfeld mit Vertretern aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik sowie der regionalen Wirtschaft über die Herausforderungen für Städte, Gemeinden und Landkreise diskutiert.

An der Gesprächsrunde nahmen unter anderem der Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig, Landrat Volker Meyer, der Landtagsabgeordnete und Nienburger CDU-Kreisvorsitzende Dr. Frank Schmädeke, Lars Klimisch vom CDU-Samtgemeindeverband Bruchhausen-Vilsen sowie Bettina Knaupe und Henning Rodekuhr von VILSA teil. Organisiert worden war der Austausch von Jürgen Lemke.

Ein Schwerpunkt des Austausches war die zunehmend schwierige Finanzlage vieler Kommunen. Steigende Personal-, Sozial- und Sachkosten treffen auf zusätzliche Aufgaben und gesetzliche Anforderungen. Gleichzeitig werden die Spielräume für eigene Investitionen und freiwillige Leistungen kleiner. Das betrifft vor Ort unter anderem Schulen und Straßen, Sportstätten, Kultur, Vereinsförderung und weitere Angebote.

In der Diskussion wurde deshalb dafür geworben, bei Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene stärker zu berücksichtigen, welche finanziellen und personellen Folgen sie für Städte, Gemeinden und Landkreise haben. Auch zunehmende bürokratische Anforderungen belasten Verwaltungen und Unternehmen.

Mit Bettina Knaupe und Henning Rodekuhr von VILSA war die Perspektive der regionalen Wirtschaft in der Runde vertreten. Unternehmen seien auf funktionierende Infrastruktur, verlässliche Verwaltungsverfahren und planbare Rahmenbedingungen angewiesen. Gleichzeitig seien Arbeitsplätze, Investitionen und Gewerbesteuereinnahmen für die Entwicklung der Kommunen von großer Bedeutung.

Mit dem von Christina Stumpp geleiteten Kommunalbüro will die CDU Deutschlands die Verbindung zwischen der kommunalen Ebene und der Bundespolitik stärken. Erfahrungen und Probleme aus den Regionen sollen frühzeitig in politische Entscheidungsprozesse einfließen.

„Die Kommunalpolitik braucht eine solide Brücke nach Berlin“, sagte Schmädeke. Zwischen politischen Entscheidungen und ihrer praktischen Umsetzung vor Ort liege häufig eine erhebliche Strecke. Umso wichtiger sei es, die Erfahrungen aus den Kommunen bereits bei der Entstehung neuer Regelungen einzubeziehen.


Über Sachfragen hinaus ging es auch um politische Kommunikation. Politik dürfe sich nicht ausschließlich an den lautesten Stimmen orientieren. Viele Menschen beteiligten sich zwar nicht ständig an öffentlichen oder digitalen Debatten, verfolgten aber sehr genau, ob Politik funktioniere und ihre alltäglichen Probleme aufgreife.

Der Austausch in Martfeld bot die Gelegenheit, konkrete Erfahrungen aus der Region direkt mit nach Berlin zu geben. „Wenn vor Ort etwas nicht funktioniert, muss diese Erfahrung in Hannover und Berlin ankommen – möglichst bevor daraus ein größeres Problem wird“, fasste Schmädeke zusammen.

700 Euro für den Veterans Club e.V.

Beim Sommerfest des CDU-Kreisverbandes wurde nicht nur gefeiert und miteinander gesprochen, sondern auch für einen guten Zweck gesammelt. Jetzt konnten wir den Erlös übergeben: 700 Euro unterstützen die Arbeit des Veterans Club e.V.

Eine Verbindung zum Verein gab es bereits beim Sommerfest. Mitglied Martin Stecher hatte mit seinem Kaffee für viele zufriedene Gäste gesorgt. Für uns war deshalb schnell klar, dass wir mit dem Erlös die Arbeit des Veterans Clubs unterstützen möchten.

Der Veterans Club e.V. ist Anlaufstelle und Treffpunkt für aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten. Im Mittelpunkt stehen Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und der Kontakt untereinander – auch über die aktive Dienstzeit hinaus.

Gerade in unserer Region mit ihrer engen Verbindung zur Bundeswehr gehört dazu auch, den Blick auf diejenigen zu richten, die über viele Jahre Dienst geleistet haben. Veteraninnen und Veteranen verdienen Anerkennung und Orte, an denen Kameradschaft und Zusammenhalt weitergelebt werden können.

Bei der Spendenübergabe bedankten wir uns deshalb ausdrücklich für das ehrenamtliche Engagement des Clubs. Die 700 Euro sind zugleich ein Dank an alle Gäste unseres Sommerfestes, die mit ihrer Spende zu dieser Summe beigetragen haben.

Und natürlich gilt noch einmal ein besonderer Dank Martin Stecher: für seinen Einsatz – und für den fantastischen Kaffee. ☕️

91 Zettel voller Wünsche an die Politik

Heute haben wir den Spieß einmal umgedreht. Beim Demokratietag der Berufsbildenden Schulen Nienburg wollten wir nicht nur Schokolade und Kugelschreiber verteilen und den Jugendlichen erzählen, was wir politisch wichtig finden. Wir wollten von ihnen wissen, was sie selbst von Politik erwarten.

Die Idee für unsere Aktion hatte der CDU-Stadtverband Nienburg entwickelt und für den gemeinsamen Auftritt des CDU-Kreisverbandes vorbereitet. Vor Ort waren wir dann mit einem starken Team aus JUlern sowie Politikerinnen und Politikern aus verschiedenen Verbänden im Landkreis vertreten.

Mit dabei war auch unser Landratskandidat Dennis Seebode. Er nahm sich viel Zeit für die Schülerinnen und Schüler und stellte sich ausführlich ihren Fragen. Dabei ging es um ganz unterschiedliche Themen – um den Landkreis, um konkrete politische Entscheidungen und natürlich auch darum, was ein Landrat eigentlich entscheiden und verändern kann.

Die BBS hatte Parteien sowie Kandidatinnen und Kandidaten für Bürgermeister- und Landratsämter zum „Markt der Möglichkeiten“ in die Aula eingeladen. Viele Schülerinnen und Schüler waren unterwegs, schauten sich die unterschiedlichen Angebote an und kamen mit den politischen Akteuren ins Gespräch.

Für unseren Stand hatten wir ein großes Plakat, jede Menge Post-its und eine Polaroidkamera mitgebracht. Unsere Frage war einfach:

Was wünscht ihr euch für eure Zukunft?

Ganz konkret, direkt auf den Zettel. Wer wollte, machte dazu ein Polaroid. Die Bilder kamen zusammen mit den Wünschen an unsere Pinwand.

Das Konzept kam an – und es ging auf. Immer mehr Post-its und Polaroids kamen dazu, die Gespräche entstanden oft direkt beim Schreiben und am Ende des Vormittags war unsere Pinwand voll. 91 Zettel mit Wünschen, Ideen und Forderungen junger Menschen an die Politik hatten wir gesammelt.

Und die haben wir natürlich nicht einfach wieder abgehängt und eingepackt. Wir haben sie ausgewertet.

Mobilität ist das große Thema

Mit 21 Nennungen steht ÖPNV und Mobilität ganz oben. Gewünscht werden bessere und häufigere Busverbindungen, bessere Möglichkeiten am Abend und am Wochenende und ganz grundsätzlich die Chance, auch ohne eigenes Auto zuverlässig von A nach B zu kommen.

Gerade für Jugendliche im ländlichen Raum ist das eine sehr konkrete Frage von Selbstständigkeit. Wer noch keinen Führerschein oder kein eigenes Auto hat, ist darauf angewiesen, dass Bus und Bahn funktionieren.

Mehr Orte und Angebote für junge Menschen

17 Zettel beschäftigen sich mit Jugend, Freizeit und Treffpunkten. Die Jugendlichen wünschen sich Orte, an denen sie sich treffen können, Möglichkeiten zum Ausgehen und Angebote, die sich ausdrücklich an Jugendliche und junge Erwachsene richten.

Weitere acht Nennungen beziehen sich ausdrücklich auf Sport und die entsprechende Infrastruktur.

Zusammengenommen ist die Botschaft deutlich: Junge Menschen wollen nicht nur hier wohnen und zur Schule gehen. Sie wollen ihre Freizeit hier verbringen, Freunde treffen, Sport treiben und etwas unternehmen können.

Schule, Bildung und Ausbildung

Zehn Nennungen betreffen Schule, Bildung und Ausbildung. Dabei geht es um die Bedingungen an den Schulen, Unterricht und Ausstattung, aber auch um Ausbildung und die Perspektiven nach der Schulzeit.

Weitere Wünsche betreffen Arbeit und wirtschaftliche Zukunft, Sicherheit, Wohnen, Umwelt und Klima, Digitalisierung sowie soziale und gesellschaftliche Fragen.

Und wer ist eigentlich zuständig?

Bei der Auswertung haben wir uns noch eine zweite Frage gestellt: Wer kann diese Wünsche eigentlich umsetzen?

Denn „die Politik“ gibt es nicht als eine einzige zuständige Stelle. Manche Entscheidungen werden direkt in Nienburg oder im Landkreis getroffen, für andere ist das Land Niedersachsen verantwortlich und wieder andere gehören auf die Bundesebene.

Gerade bei den besonders häufig genannten Themen spielt die Kommunalpolitik eine große Rolle. Busverkehr, Jugendtreffs, Sportanlagen, Freizeitangebote und viele Fragen des unmittelbaren Lebensumfeldes werden maßgeblich vor Ort entschieden.

Bei Schule und Bildung ist dagegen vor allem das Land Niedersachsen gefragt. Steuern, Rente oder bundesweite gesetzliche Regelungen sind Sache des Bundes. Und bei manchen Themen funktioniert es nur gemeinsam. Beim ÖPNV beispielsweise können Landkreis und Kommunen Angebote organisieren und mitfinanzieren, gleichzeitig braucht es finanzielle Unterstützung und Rahmenbedingungen von Land und Bund.

Die 91 Zettel nehmen wir deshalb nicht nur als Ergebnis einer gelungenen Aktion mit. Sie geben uns sehr konkret mit, was junge Menschen in unserem Landkreis beschäftigt und was sie von Politik erwarten.

Vielen Dank an alle Schülerinnen und Schüler, die mitgemacht, geschrieben, diskutiert und uns ihre Wünsche mitgegeben haben. Und vielen Dank an das Team der BBS Nienburg für die Organisation des Demokratietages und einen Vormittag, an dem Politik einmal nicht nur Antworten gegeben, sondern vor allem Fragen gestellt und zugehört hat.

Mittelstand, Pferde und Moor – MIT auf Tour im Südkreis

Drei ganz unterschiedliche Stationen standen am Donnerstag, 27. August, auf dem Programm der MIT Nienburg: das Autohaus Nobbe und der Reiterhof Hüsemann in Großenvörde sowie zum Abschluss das Moorcamp in Warmsen. Mit dabei waren auch CDU-Landratskandidat Dennis Seebode und Uchtes Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Kaltofen. Im Mittelpunkt standen Unternehmen und Menschen, die investieren, sich weiterentwickeln und mit ihren Ideen den ländlichen Raum prägen.

Erste Station war die Ferdinand Nobbe GmbH in Großenvörde. Dort gibt es in diesem Jahr einen besonderen Grund zum Feiern: Das Familienunternehmen besteht seit 75 Jahren.

Angefangen hat alles 1951 mit einer Schmiede, die Ferdinand Nobbe in Großenvörde gründete. Später kamen Landmaschinen hinzu. Als Sohn Ulrich Nobbe den Betrieb übernommen hatte, stand irgendwann die Frage im Raum, ob künftig auch Autos auf den Hof gehören sollten. Nach einigen Diskussionen innerhalb der Familie fiel die Entscheidung dafür – und 1981 begann die Zusammenarbeit mit Toyota.

Heute führt Dennis Nobbe das Unternehmen gemeinsam mit Sebastian Kindermann. Aus der Schmiede tief im Südkreis ist ein Unternehmen mit mehreren Standorten und mittlerweile 204 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geworden.

Karsten Heineking überbrachte zum 75-jährigen Bestehen die Glückwünsche und eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer. Dass Nobbe auch bei Toyota einen besonderen Stellenwert genießt, zeigt eine Auszeichnung aus dem Jahr 2021: der Toyota Ichiban Award.

„Ichiban“ bedeutet auf Japanisch „Nummer eins“. Mit dem Preis zeichnet Toyota jedes Jahr Händler aus, die insbesondere bei Kundenorientierung und Kundenerlebnis herausragen. Mehr als 2.500 Toyota-Händler in Europa kommen für die Auszeichnung infrage. 2021 wurden 44 Händler aus 32 europäischen Ländern ausgezeichnet – darunter lediglich drei aus Deutschland. Nobbe gehörte dazu. In dem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr floss außerdem die Innovationskraft der Händler in die Bewertung ein.

Nur wenige Häuser weiter wartete mit dem Reiterhof Hüsemann die zweite Station. Der Pferdebetrieb ist noch vergleichsweise neu am Standort Großenvörde. Karsten Heineking hieß die Betreiber deshalb noch einmal ausdrücklich willkommen. Er hoffe, dass sie sich in Großenvörde wohlfühlen, gute Bedingungen für ihre Arbeit vorfinden und den Betrieb in den kommenden Jahren erfolgreich weiterentwickeln können.

Von Großenvörde ging es anschließend weiter ins Große Moor. Dort hat Ulrich Nobbe ein Projekt verwirklicht, in dem viel persönliches Herzblut steckt. Der erfolgreiche Autohändler ist selbst begeisterter Camper und hat mit dem Moorcamp in Warmsen einen besonderen Anlaufpunkt für Camping- und Naturfreunde geschaffen.

Der parkähnlich angelegte Platz liegt zwischen Wiesen und Wald unmittelbar am Großen Uchter Moor. Neben großzügigen Stellplätzen gehören unter anderem Camping-Pods, Aufenthaltsraum und Küche, moderne Sanitäranlagen, Spielplatz und Boulebahn zum Angebot. Die Lage bietet zudem einen guten Ausgangspunkt für Rad- und Wandertouren und für Ausflüge ins Große Moor.

Diese Verbindung macht das Moorcamp besonders: Hier treffen persönliche Leidenschaft, touristisches Angebot und eine der außergewöhnlichsten Naturlandschaften unserer Region aufeinander.

Bei Bratwurst und Bier im Moorcamp klang der Abend schließlich aus. Nach drei sehr unterschiedlichen Stationen blieb dabei noch Zeit für Gespräche und Austausch.

Vom 75 Jahre alten Familienunternehmen über den noch jungen Pferdebetrieb bis zum mit viel persönlichem Herzblut aufgebauten Moorcamp hatte der Abend ganz unterschiedliche Einblicke zu bieten. Und vor allem viele Gelegenheiten, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die diese Betriebe führen und weiterentwickeln.

Sebastian Lechner zu Gast im Naturbad Großenvörde

Wie können wir Bäder und Sportstätten im ländlichen Raum erhalten und weiterentwickeln? Darüber haben wir bei einem Besuch im Naturbad Großenvörde mit unserem CDU-Landesvorsitzenden und Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Sebastian Lechner gesprochen.

Eingeladen hatte der CDU-Samtgemeindeverband Uchte. Warmsens Bürgermeister und Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion Karsten Heineking freute sich besonders, Sebastian Lechner in Großenvörde begrüßen zu können. Mit dabei waren auch unser Landratskandidat Dennis Seebode und Bürgermeisterkandidat Rüdiger Kaltofen.

Der 1. Vorsitzende des SC Grün-Weiß Großenvörde, Clas Ötting, und sein Vorgänger Friedhelm Siemann berichteten über die Geschichte des Freibades von 1960 bis heute. Aus dem früheren Freibad ist in den vergangenen Jahren ein modernes Naturbad entstanden. Seit der Eröffnung im Juli 2024 wird das Wasser vollständig biologisch und ohne Chlor aufbereitet.

Rüdiger Kaltofen stellte die einzelnen Projektphasen und die Förderung durch das Amt für regionale Landesentwicklung vor. Einen großen Anteil am Erfolg haben die Menschen vor Ort. Vieles wurde mit ehrenamtlichem Einsatz möglich gemacht. So entstand auch der Kiosk „Startblock Nr. 1“ komplett in Eigenleistung und wird bis heute ehrenamtlich betrieben.

Für die CDU im Landkreis Nienburg ist die Zukunft unserer Bäder und Sportstätten ein wichtiges kommunalpolitisches Thema. Viele Anlagen sind in die Jahre gekommen, notwendige Sanierungen werden teurer und die finanziellen Möglichkeiten der Kommunen sind begrenzt. Gleichzeitig sind Schwimmbäder, Sporthallen und Sportplätze unverzichtbar für Schulen, Vereine, Jugendarbeit und das gesellschaftliche Leben in unseren Städten und Gemeinden.

Deshalb brauchen wir verlässliche Fördermöglichkeiten und eine langfristige Planung. Land, Landkreis und Kommunen müssen gemeinsam dafür sorgen, dass notwendige Investitionen auch im ländlichen Raum möglich bleiben.

Das Naturbad Großenvörde ist ein gelungenes Beispiel dafür, was durch das Zusammenspiel von Kommune, Verein, Ehrenamt und gezielter Förderung entstehen kann. Solche Projekte brauchen gute Rahmenbedingungen und verlässliche Unterstützung, damit Investitionen in Bäder und Sportstätten auch künftig im ländlichen Raum möglich sind.

Feierliches Gelöbnis in Husum

Mit einem feierlichen öffentlichen Appell hat das Bataillon Elektronische Kampfführung 912 in Husum am Donnerstag seine neuen Rekrutinnen und Rekruten vereidigt. Zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft waren gekommen, um diesen besonderen Moment gemeinsam mit den jungen Soldatinnen und Soldaten zu erleben.

Unter den Gästen waren viele Vertreterinnen und Vertreter aus den Kommunen und dem Kreistag, Bürgermeister sowie Abgeordnete verschiedener politischer Ebenen. Mit dabei waren unter anderem unser CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Frank Schmädeke, unsere Europaabgeordnete Lena Düpont und die SPD-Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers.

Husums CDU-Bürgermeister Guido Rode fand in seinem Grußwort die passenden Worte für den feierlichen Anlass und würdigte die Entscheidung der Rekrutinnen und Rekruten, Verantwortung zu übernehmen und ihren Dienst in der Bundeswehr anzutreten.

Der Appell wurde vom Heeresmusikkorps musikalisch begleitet und bot einen würdigen Rahmen für Eid und Gelöbnis. Für einen besonderen Moment sorgte zudem der Überflug eines Airbus A400M. Die Transportflugzeuge dieses Typs sind beim Lufttransportgeschwader 62 im nahe gelegenen Wunstorf stationiert.

Gerade in einer Zeit, in der sich die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen grundlegend verändert haben, ist eine leistungsfähige Bundeswehr von großer Bedeutung. Sie braucht dafür vor allem Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich in den Dienst unseres Landes zu stellen.

Wir wünschen allen Rekrutinnen und Rekruten für ihre Ausbildung und ihren weiteren Weg in der Bundeswehr alles Gute, Freude an ihrer Aufgabe und eine starke Kameradschaft – und vor allem, dass sie nach ihren Einsätzen immer gesund und wohlbehalten zu ihren Familien und Freunden zurückkehren.

Ganz klar: Das wollen wir für unseren Landkreis

Am 13. September geht es nicht nur darum, wer künftig im Kreistag sitzt. Es geht darum, wie sich unser Landkreis Nienburg in den kommenden fünf Jahren entwickeln soll.

Was wollen wir bei Mobilität und Bildung erreichen? Wie stärken wir Wirtschaft und Landwirtschaft? Was brauchen Feuerwehren, Katastrophenschutz und Ehrenamt? Wie sichern wir medizinische Versorgung und soziale Angebote? Und wie erhalten wir die kulturelle Vielfalt, die unseren Landkreis mit seinen Museen, Musik, Kunst, Theater und vielen Einrichtungen vor Ort so besonders macht?

Wir haben uns Gedanken gemacht, Prioritäten gesetzt und unsere Ziele für die kommenden fünf Jahre formuliert.

Dabei geht es uns nicht um möglichst große Versprechen. Wir wollen unseren Landkreis verlässlich weiterentwickeln, notwendige Investitionen ermöglichen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit den finanziellen Spielräumen umgehen.

Und natürlich geht es bei einer Kommunalwahl immer auch um die Menschen, die bereit sind, dafür Verantwortung zu übernehmen.

Auf unserer neuen Seite zur Kommunalwahl 2026 stellen wir deshalb unsere politischen Schwerpunkte und unsere Kandidatinnen und Kandidaten für alle drei Wahlbereiche vor. Dort gibt es außerdem die Wahlflyer mit unseren Teams und weiteren Informationen zum Herunterladen.

Schauen Sie rein und lernen Sie unsere Ziele und unsere Teams kennen.

Zur Kommunalwahl 2026 – unsere Ziele und unsere Teams

Ganz klar gemeinsam stark.
Ganz klar für einen Landkreis, der gut funktioniert.