Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Senioren
In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Senioren wurde intensiv und sachlich über zentrale Zukunftsfragen unseres Landkreises beraten. Im Mittelpunkt stand dabei insbesondere die geplante Einrichtung eines Regionalen Versorgungszentrums (RVZ) im Südkreis.
Bereits in der Vorbereitung war deutlich geworden, wie groß der Handlungsdruck ist: Aktuell sind im Südkreis rund zehn Hausarztsitze unbesetzt – mit steigender Tendenz.
Das geplante RVZ könnte daher ein wichtiger Baustein sein, um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum langfristig zu sichern.
Entsprechend intensiv verlief die Diskussion im Ausschuss. Aus den Reihen von Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, SPD und CDU wurden zahlreiche Fragen zu den Details gestellt – etwa zur konkreten Ausgestaltung, zur Finanzierung und zur Einbindung der Kommunen. Die Kreisrätin Katrin Woltert beantwortete diese umfassend und fundiert, sodass eine gute Grundlage für die weiteren Schritte geschaffen werden konnte.
Auffällig war hingegen erneut die Zurückhaltung der AfD-Fraktion: Weder Fragen noch Wortbeiträge waren zu verzeichnen – wie so oft, wenn es um konkrete und konstruktive Arbeit für unseren Landkreis geht. Stattdessen beschränkt sich das Engagement häufig auf allgemeine Stellungnahmen zu bundespolitischen Themen, etwa im Rahmen von Live-Streams der Kreistagssitzungen.
Vor diesem Hintergrund erscheinen auch die aktuellen Aussagen der AfD in der Presse, man wolle den Landkreis „lebenswert gestalten“, wenig überzeugend. Gestalten bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, sich einzubringen und an Lösungen mitzuarbeiten. Gerade bei den entscheidenden kommunalpolitischen Themen war davon bislang wenig zu sehen. Es stellt sich daher die Frage, auf welche konkreten Erfahrungen aus der eigenen kommunalpolitischen Arbeit sich diese Aussagen stützen.
Neben dem RVZ wurden weitere wichtige Themen behandelt, darunter die Unterstützung einer neuen Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen und Angststörungen sowie strukturelle Fragen zur Weiterentwicklung der Tagesbildungsstätten. Diese Themen unterstreichen, wie wichtig eine starke soziale Infrastruktur im Landkreis ist.
Unser besonderer Dank gilt der Kreisverwaltung für die sehr gute Vorbereitung der Sitzung und das große Engagement – insbesondere im Bereich der Gesundheitsversorgung. Dieses Thema wird entscheidend dafür sein, wie lebenswert unser Landkreis auch in Zukunft bleibt.
Für uns als CDU-Kreistagsfraktion ist klar: Wir gestalten aktiv mit – verantwortungsvoll, lösungsorientiert und mit dem klaren Ziel, die Lebensqualität in unserer Region nachhaltig zu sichern.

















